Historie - Ausflug Wien

 

Rückschau Kulturtrip nach Wien vom 21. bis 24. Mai 2009

 

An Himmelfahrt machte sich der Trachtenverein bei wunderschönem Wetter, auf nach Wien. Nachdem der Stau um München endlich aufgelöst war, gabs am Mondsee ein Mittagessen. Danach gings zügig in Richtung Wien weiter.

In Wien, im Jugendgästehaus der Stadt Wien, endlich angekommen, gings gleich an die Zimmerverteilung und alle wollten noch schnell unter die Dusche bevor wir zum Abendessen ins "Centimeter" fuhren. Dort wird das Essen in Zentimetern und das Getränk in Metern angeboten.

Am nächsten Morgen stand eine Stadtführung auf dem Programm.

Als erstes wurde Schönbrunn, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückgeht und damals einen Mühlenbetrieb und eine Maierei beherbergte, und erst 1596 von Maximillian II. durch Ankauf in einen Herrensitz umgewandel wurde; mit seinen herrlichen Parkanlagen besichtigt.

Die Erklimmung der Gloriette wurde weggelassen und die Gruppe machte sich mit der U-Bahn auf in Richtung Naschmarkt. Wir erfuhren, dass dieser 1780 mit der Besiedlung von "Standeln" entstand.

Er sollte aus Platzgründen bereits mehrmals umgesiedelt werden. Nachdem wir uns dort ein wenig gestärkt hatten, ging es zum Karsplatz mit der Karlskirche, welche ab 1716 als Dank zum Ende der Pest von Kaiser Karl VI. erbaut wurde. Weiter ging es zur Kärtner Straße - der Einkaufsmeile in Wien.

Sie bestand schon zur Zeit der Römer und war schon damals eine wichtige Verbindung zu den Hafenstädten Venedig und Triest. Vorbei an der Oper und dem Sacher wurde dann eine Kaffeepause im Cafe Tirolerhof eingelegt, bevor es zum Stephansdom weiterging.

Die Anfänge des Steffl gehen auf das Jahr 1137 zurück, während der Türkenbelagerung 1683 wurde der Turm durch Kanonenkugeln stark beschädigt.

Aus den Kugeln der Belagerer wurde danach die große Glocke (Pummerin) gegossen, welche beim Großbrand Ende des 2. Weltkriegs aus dem Glockenturm abstürzte und am Boden zerschellte.

Der Wiederaufbau erfolgte sofort nach Kriegsende und wurde durch zahlreiche Spenden der Bevölkerung finanziert- auch die große Pummerin wurde neu gegossen, sie ist die größte Glocke in Österreich und die drittgrößte Glocke in Europa. Der Steffl verfügt über 22 Glocken von denen 17 läutbar sind.

Als Jahrhundertelang höchstes Gebäude von Wien, beherbergte der Steffl auch die Feuerwache von 1534 bis der letzte Türmer am 31. Dez. 1955 seinen Dienst einstellte.

Durch den Graben, vorbei an der Pestsäule ging es dann in Richtung Hofburg.

Diese war über 600 Jahr lang die Residenz der Österreichischen Landesfürsten. Ausgehend von einer mittelalterlichen Burganlage erweiterte jeder Kaiser die Residenz, indem er einen neuen Trackt oder Flügel anbauen ließ, wobei sich die Hofburg in eine Stadt in der Stadt entwickelte.

Sie besteht inzwischen aus 18 Trakten, 19 Höfen und 2.600 Räumen in denen rund 5.000 Menschen arbeiten und wohnen.

Einen kurzen Rast gönnten wir uns dann im Rosengarten mit seinen prächtigen Rosen. Vorbei am berühmten Burgtheater ging es dann zum Wiener Rathaus, erbaut 1872 - 1883 nach Entwürfen von Friedrich von Schmidt (übrigens ein Schwabe).

Die Baukosten betrugen etwa 14 Millionen Gulden. Im Festsaal finden jährlich rund 800 Veranstaltungen, Konzerte, Bälle und Ausstellungen statt.

Nach einem kurzen Fußmarsch entlang der Ringstraße waren wir dann am Kunsthistorischen und dem gegenüberligenden, äußerlich fast gleich aus-sehenden Naturhistorischen Museum.

Das KHM beherbert Sammlungen der Habsburger und Gemäldesammlungen. Es ist das meistbesuchteste Museum in Österreich. Das NHM zählt zu den größten Naturmuseen der Welt. Das Herz der Sammlung sind seltene Schnecken, Korallen, Muscheln und kostbare Edelsteine.

Wir bestiegen eine Straßenbahn, die uns zum oberen Schloß Belvedere brachte.

Belvedere ist eine für Prinz Eugen von Savojen erbaute Schlossanlage. Das "Obere" und "Untere" Belvedere bilden mit der wunderbaren Gartenanlage ein barockes Ensemble und ist heute UNESCO Weltkulturerbe.

Nach soviel "Kultur" hatten wir uns eine Pause im Park von Belvedere verdient, bevor es zum Abendessen ins Salmbräu- der Brauereigaststätte im Belvedere ging. Nach diesem anstrengenden Tag, war nur noch Ruhe und Fußpflege angesagt.

Der Samstag wurde ruhiger angegangen. Als erstes durften wir eine große Strecke mit dem Zug fahren in Richtung Heiligenstatt, vorbei am Fernheiz-kraftwerk, das gestaltet wurde von Friedensreich Hundertwasser.

Am Karl-Marx Hof (Monumental-Denkmal der Gemeindebau Epoche Wiens, 1km lang 1325 Kleinwohnungen, Gartenhöfe, Spielplätze und Kindergärten) angekommen bestiegen wir den Bus zum Kahlenberg.

Über Grinzing gings dann zum Leopoldsberg und weiter zum Kahlenberg, von wo man eine herrliche Aussicht über Wien hat. Auf der Strecke zum Kahlenberg wurdenfrüher Auto-rennen gefahren - heute gibts dort noch Oldtimerrennen auf der Kopfstein-pflasterstraße. Am Kahlenberg und am Leopoldsberg fand auch 1683 die entscheidende Schlacht gegen die Türkenbelagerung von Wien statt.

Nach einer Stärkung auf der Sonnenterasse, mit einem herrlichen Blick über Wien, wurde die Rückfahrt in Richtung Prater angetreten. Fahrten mit dem Riesenrad und vieler anderer Anbieter vertrieben die Zeit viel zu schnell und man maschierte wieder Richtung U-Bahn mit dem Zielpunkt Handelskai.

Ein Spaziergang entlang der Donau mit Blick auf UNO-City und den Donauturm machte dann richtig Appetitt auf das anstehende Abendessen. In einem "urigen Wiener Beisl" im 20. Bezirk ging dieser Tag viel zu schnell seinem Ende entgegen.

Am Sonntag hieß es schon wieder Koffer packen und nach dem Frühstück die Heimfahrt antreten.

Trotz Stau bei Ulm sind wir am Spätnachmittag wieder wohlbehalten in Schlierbach angekommen, mit ein bisschen Sonnenbrand, vielen neuen Eindrücken, und müde von der Fahrt. Es gibt bestimmt ein Wiedersehen mit der schönen Stadt an der Donau.